Bestimmung von Insekten und SpinnenBestimmung von Insekten und Spinnen

Bestimmung von Insekten und Spinnen
Kurzfühlerschrecken (Caelifera)

Von den weltweit ca. 10.000 entdeckten Arten kommen in Mitteleuropa ungefähr 100 Arten vor.

Dornschrecken (Tetrigidae)
Der Halsschild dieser sehr kleinen Kurzfühlerschrecken ist nach hinten zu einem spitzen Dorn verlängert, der den Großteil der Hinterflügel überdeckt. Die Vorderflügel sind zu einer kurzen Schuppe verkleinert wo hingegen die Hinterflügel oft voll entwickelt sind. Bei Dornschrecken gibt es keinen Stridulations- oder Hörorgane. Sechs Arten vertreten die Familie in Deutschland
Grabschrecken (Tridactylidae)
Diese kleinen kurzfühlerigen Schrecken besitzen einen gleichmäßig kugelig gewölbten Halsschild. Die Hinterschenkel sind stark verdickt und die stark verhärteten Vorderflügel werden von den gefalteten Hinterflügeln oft überragt. Die Tiere leben in selbst gegrabenen Gängen in feuchtem Untergrund.
Steinschrecken (Pamphagidae)
Die größten und schwersten europäischen Kurzfühlerschrecken unterscheiden sich von anderen Familien der Ordnung durch das zopfähnliche Muster auf den Hinterschenkeln. Die Flügel sind in verschiedenen Längen verkürzt. Bei den ausgeprägten Steppentieren stridulieren nur die noch unbegatteten Weibchen durch das rotieren der kurzen Flügel.
Kegelkopfschrecken (Pyrgomorphidae)
Die Vertreter dieser Familie ähneln den Nasenschrecken und besitzen wie diese einen stark verlängerten Stirnteil. Unter den Augen ist diese Stirn deutlich eingebogen. An den Spitzen sind die Fühler schmal und am Ansatz verdickt.  
Knarrschrecken (Catantopidae)
Knarrschrecken besitzen kein konventionelles Stridulationsorgan sondern knirschen mit ihren Mundwerkzeugen. Sie unterscheiden sich von den anderen Kurzfühlerschrecken durch einen walzenformigen Zapfen an der Brust zwischen den Vorderbeinen. In Deutschland ist die Familie durch vier Arten vertreten.
Feldheuschrecken (Acrididae)
Den Vertretern der artenreichsten Familie der Heuschrecken fehlt der knarrschreckentypische Zapfen zwischen den Vorderschenkeln. Die Hörorgane liegen an den Seiten des ersten Hinterleibssegments. Der Klang der Gesänge wird bei den meisten Arten durch das Reiben der Hinterschenkel an den Vorderflügelseiten erzeugt. Durch 35 Arten wird die Familie zahlreich in Deutschland vertreten.