Bestimmung von Insekten und SpinnenBestimmung von Insekten und Spinnen

Bestimmung von Insekten und Spinnen
Kleinlibellen oder Wasserjungfern werden in etwa 20 Familien mit Großlibellen rund 2600 Arten untergliedert.
Bestimmung

WICHTIG und HILFREICH !

Hier geht es um den Körperbau und die korrekte Bezeichnung von einzelnen Körperteilen, um die Artenbeschreibungen besser verstehen zu können. Bevor ihr euch durch die Familien und Arten klickt, empfehlen wir, sich zuvor mit dieser Kurzübersicht zu befassen. Ihr werdet anschließend viel besser verstehen, worauf bei einer Bestimmung zu achten ist. Manchmal sind es nur kleine Häkchen oder Punkte, die den Unterschied machen.

Prachtlibellen
Die Prachtlibellen (Calopterygidae) sind unsere größten Kleinlibellen.Sie haben am Flügelansatz(Basis) sehr schmale und zur Mitte hin stark verbreiterte Flügel. In Mitteleuropa sind mit der Gebänderten Prachtlibelle (Calopteryx splendens) und der Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo) zwei Arten dieser Gruppe bekannt. Die Rote Prachtlibelle (Calopteryx haemorrhoidalis) ist eine mediterrane Art.
Schlanklibellen
Zu den Schlanklibellen (Coenagrionidae) zählen Azurjungfern, Pechlibellen, Adonislibellen, Granataugen und die Zwerglibelle. In Mitteleuropa leben 18 Arten dieser Familie, die sich am einfachsten aufgrund des Flügelmals zuordnen lassen. Hier gilt die Regel: Flügelmal ist kaum länger als breit und steht nur über 1-1,5 Flügelzellen. Aber Vorsicht ! Auch die Federlibellen besitzen dieses Merkmal.
Federlibellen
Die Federlibellen ähneln den Schlanklibellen sehr und werden daher oft für Azurjungfern gehalten. Augenscheinlich das sicherste Unterscheidungsmerkmal ist jedoch der doppelte schwarze Längsstrich (Humeralstreifen) auf der Brust (Thorax) und die federartigen, mit langen Härchen besetzten Beinschienen, die für ihren Familiennamen verantwortlich sind.
Teichjungfern
Bei den Teichjungfern ist das Flügelmal gegenüber denen der Schlank.- und Federlibellen viel länger als breit und steht über 2-4 Flügelzellen. In Mitteleuropa findet man neun Arten dieser Familie.Zu ihnen zählen die Binsenjungfern, Weidenjungfer und Winterlibellen.
Die Großlibellen umfassen weltweit ca. 2800 Arten, die in zehn Familien untergliedert werden.
Edellibellen
Edellibellen (Aeshnidae) gehören zu den größten und auffälligsten Arten unserer Heimat. Der Familie gehören die recht bunten Mosaikjungfern und Königslibellen an, insgesamt 13 an der Zahl.
Segellibellen
Segellibellen (Libellulidae)stellen die artenreichste aller Familien weltweit dar, davon finden wir 22 Arten in unserem Gebiet. Dazu gehören die reinen Segellibellen (3 Arten) wie Vierfleck,Plattbauch,Spitzenfleck, sowie Blaupfeile (4), Heidelibellen (9), Moosjungfern (5) und die bei uns recht neu beheimatete Feuerlibelle.
Flussjungfern
Flussjungfern (Gomphidae) unterscheiden sich von den anderen Großlibellen durch deutlich voneinander getrennte Komplexaugen. Sowohl Männchen als auch Weibchen sind schwarz-gelb oder schwarz-grün gefärbt, im Alter färben sie sich meist schwarz-grau. Wie ihr Name schon vermuten lässt, findet man Flussjungfern vor allem an Bächen und Flüssen, dennoch können sich einige Arten auch in stehenden Gewässern entwickeln.
Quelljungfern
Quelljungfern (Cordulegasteridae) In Mitteleuropa findet man drei Arten dieser Familie. Sie erreichen eine Flügelspannweite von bis zu 10,5 Zentimetern und sind auffallend schwarz-gelb gezeichnet. Die Quelljungfern benötigen für die Entwicklung ihrer Larven saubere und schnell fließende Gewässer, wie Gebirgsbäche und Quellbäche. Diese Arten sind entsprechend selten.
Falkenlibellen
Falkenlibellen (Corduliidae) stehen den Segellibellen verwandtschaftlich sehr nahe und bilden die jüngste Familie (etwa 4 Mio Jahre) in der rund 360 Mio. jährigen Evolutionsgeschichte der Libellen. Die meisten Arten sind metallisch-grün gefärbt, wobei besonders die Körper der Smaragdlibellen ein schimmerndes Grün aufweisen. Im Alter färben sie sich bronzen bis schwarz. Die Augen sind bei den meisten Arten dieser Familie leuchtend grün. Ihren deutschen Namen verdanken sie ihrem schnellen, ausdauernden und gewandten Flug.
 
Libellen anderer Länder, denen man auf einer Auslandsreise begegnen kann.
Europäische Libellen
Arten die nicht zu Mitteleuropa zählen. In ganz Europa gibt es rund 165 Arten ohne Unterarten von denen 81 im deutschsprachigen Raum vor kommen und bereits weiter oben bei den Klein. - und Großlibellen vorgestellt wurden. Hier findet ihr die Libellen der Kanaren, die zwar geografisch eher in Afrika liegen, jedoch zu Europa zählen.
Afrikanische Libellen
Auf dem afrikanischen Kontinent sind rund 891 Arten namentlich aufgelistet und klassifiziert.
Asiatische Libellen
Auf dem asiatischen Kontinent sind bisher rund 2144 Arten namentlich gelistet.
Amerikanische Libellen
Auf dem amerikanischen Kontinent sind rund 2003 Arten aufgelistet und klassifiziert.
Australische Libellen
 
 
Quellenverzeichnis

Unsere Artenbeschreibungen stützen sich auf folgende Informationsquellen:

Bücher:

  • H. Bellmann (2007): Der Kosmos Libellenführer (Die Arten Mitteleuropas sicher bestimmen). Franckh-Kosmos, ISBN 978-3440106167
  • T. Brockhaus, U. Fischer (2005): Die Libellenfauna Sachsens. Natur & Text, ISBN 978-3981005806
  • K.-D. B. Dijkstra (2006): Field Guide to the Dragonflies of Britain and Europe. British Wildlife Publishing, ISBN 0-953139948
  • G. Jurzitza (2000): Der Kosmos-Libellenführer (Die Arten Mittel- und Südeuropas). Franckh-Kosmos, ISBN 3-440-08402-7
  • K. Kuhn, K. Burbach (1998): Libellen in Bayern. Eugen Ulmer, ISBN 3-8001-3495-0
  • A. Lehmann, J.H. Nüß (1998): Libellen – Bestimmungsschlüssel für Nordeuropa, Mitteleuropa und Frankreich, Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung, ISBN 3-923376-15-4
  • K. Sternberg, R. Buchwald (1999): Die Libellen Baden-Württembergs Bd. 1, Eugen Ulmer, ISBN 3-8001-3508-6
  • K. Sternberg, R. Buchwald (2000): Die Libellen Baden-Württembergs Bd. 2, Eugen Ulmer, ISBN 3-8001-3514-0
  • Jödicke R (1997): Die Binsenjungfern und Winterlibellen Europas, Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 631, Westarp-Wissenschaften, ISBN 3-89432-460-0
  • Peters, G. (2006): Die Edellibellen Europas – Aeshnidae. Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 585, Westarp- Wissenschaften. ISBN 3-89432-858-4
  • Suhling, F. & O. Müller (1996): Die Flußjungfern Europas – Gomphidae. Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 628, Westarp-Wissenschaften, ISBN 3-89432-459-7
  • Martens, A. (1996): Die Federlibellen Europas – Platycnemididae. Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 626, Westarp-Wissenschaften, ISBN 3-89432-458-9
  • Rüppell, G., D. Hilfert-Rüppell, G. Rehfeldt & C. Schütte (2005): Die Prachtlibellen Europas – Calopterygidae. Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 654, Westarp-Wissenschaften, ISBN 3-89432-883-5
  • Wildermuth, H. (2008): Die Falkenlibellen Europas – Corduliidae. Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 653, Westarp-Wissenschaften, ISBN 3-89432-896-7
  • Schiemenz, H. (1953): Die Libellen unserer Heimat, Urania-Verlag. (Antiquariat)
  • Robert, Paul-A. (1959) Die Libellen (Odonaten), Kummerly & Frey, Geographischer Verlag Bern, (Antiquariat)
  • Heidemann, H. & R. Seidenbusch (2002): Die Libellenlarven Deutschlands – Handbuch für Exuviensammler, Goecke & Evers, ISBN 3-931374-07-6
  • Doucet, G. (2010): Clé de détermination des exuvies des odonates de France. Bois-d’Arcy: Société française d’odonatologie, ISBN 978-2-9507-2918-7
  • Hill, B; Roland, H.-J.; Stübing, S. & Geske, C. (2011): Atlas der Libellen Hessens – FENA Wissen, Bd.1, Gießen, ISBN 978-3-9814181-0-1
  • diverse Publikationen (Libellula/ Supplements/ Libellennachrichten) Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen (GdO). Sehr wissenschaftlich gehalten, ist man fast immer TOP aktuell auf dem neuesten Stand.
  • Ewers, Martin (1999): Die Libellen zwischen Weser und Ems, Isensee Verlag / Oldenburg, ISBN 3-89598-588-0
  • Glitz, Dietmar (2009): Libellen Geländeschlüssel für Rheinland-Pfalz und das Saarland, NABU

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