Bestimmung von Insekten und SpinnenBestimmung von Insekten und Spinnen

Bestimmung von Insekten und Spinnen
Bis einschließlich 2007 wurden mindestens ca. 40.000 Webspinnen Arten beschrieben.
 Begriffe der Webspinnenanatomie und der Webspinnenbiologie (Übersicht)
Fachbegriffe aus der Anatomie und der Biologie der Webspinnen werden hier genauso erklärt, wie Grundlagen der Systematik.
Tapezierspinnen (Atypidae)
Einzige Vogelspinnenverwandte in Deutschland. "Klebefadenweberinnen". 3 Arten in Europa und Deutschland.
Speispinnen (Scytodidae)
"sechsäugige Spinnen", speien Leimfäden auf ihre Opfer. "Klebefadenweberinnen". 2 Arten in Europa, 1 Art in Deutschland.
Zitterspinnen (Pholcicidae)
Weberknechtähnliche Spinnen, oft in Häusern. "Klebefadenweberinnen". 4 Arten in Deutschland.
Fischernetzspinnen (Segestriidae)
"Sechsäugige Spinnen", "Klebefadenweberinnen". 3 Arten in Deutschland.
Sechsaugenspinnen (Dysderidae)
"Sechsäugige Spinnen", mit oft kräftigen Kieferklauen. "Klebefadenweberinnen". 6 Arten in Deutschland.
Röhrenspinnen (Eresidae)
"Cribellate Spinnen"- d.h. sie stellen “Kräuselfäden” her. Männchen sehr bunt, im "Marienkäferlook". Nur 2 Arten in Deutschland.
Kräuselradnetzspinnen (Uloboridae)
"Cribellate Spinnen"- d.h. sie stellen "Kräuselfäden" her. Einzige Webspinnenfamilie, die absolut ungiftig ist! 3 Arten in Deutschland.
Kugelspinnen (Theridiidae)
"Klebefadenweberinnen" mit meist kugelförmigem Hinterleib. Legen oft "Haubennetze" an - "Haubennetzspinnen". Circa 70 Arten in Deutschland.
Streckerspinnen (Tetragnathidae)
"Klebfadenweberinnen", die sich bei Gefahr gerne an Halme anschmiegen. Wegen der großen Kiefer auch "Dickkieferspinnen" genannt. 17 Arten in Deutschland.
Radnetzspinnen (Araneidae)
"Klebefadenweberinnen" die die typischen Radnetze herstellen. 48 Arten in Deutschland.
Wolfspinnen (Lycosidae)
Frei jagende "Klebfadenweberinnen" mit gutem Sehvermögen. 74 Arten in Deutschland.
Raubspinnen (Pisauridae)
Frei jagende "Klebefadenweberinnen", die ihren Kokon in den Cheliceren tragen. Nur 3 Arten in Deutschland.
Trichterspinnen (Agelenidae)
"Klebefadenweberinnen" mit langen Spinnwarzen und meist ausladenden Trichternetzen. 15 Arten in Deutschland.
Finsterspinnen (Amaurobiidae)
Oft dunkel wirkende "Kräuselfadenweberinnen" mit meist trichterförmigen Fangnetzen. 12 Arten in Deutschland, einige davon sind Leimfadenweberinnen.
Luchsspinnen (Oxyopidae)
Stark bestachelte "Klebefadenweberinnen" mit hoher Stirnseite. Nur 2 Arten in Deutschland.
Sackspinnen (Clubionidae)
Unscheinbare "Klebefadenweberinnen", mit langen, konisch verjüngten Spinnwarzen. Leben oft in Gespinstsäckchen. 28 Arten in Deutschland.
Dornfingerspinnen (Miturgidae)
Nachts in Gespinstsäckchen verborgene "Klebefadenweberinnen". Wurden früher zu den Sackspinnen gezählt. 11 Arten in Deutschland.
Plattbauchspinnen (Gnaphosidae)
"Klebefadenweberinnen", die oft den Sackspinnen ähneln. Die Spinnwarzen sind lang, aber zylindrisch. 76 Arten in Deutschland.
Riesenkrabbenspinnen (Sparassidae)
Flinke, frei jagende "Klebefadenweberinnen" mit hauptsächlich tropischer Verbreitung. Nur 2 Arten in Deutschland.
Laufspinnen (Philodromidae)
Frei jagende "Klebefadenweberinnen", die etwas an Krabbenspinnen erinnern. 28 Arten leben in Deutschland.
Krabbenspinnen (Thomisidae)
Lauernde "Klebefadenweberinnen", die eine krabbenähnliche Haltung einnehmen können. Besitzen ein gutes Sehvermögen. 48 Arten kommen in Deutschland vor.
Springspinnen (Salticidae)
Meist kleinere "Klebefadenweberinnen", mit Sprungvermögen und recht großen Frontalaugen. Mit 80 Arten in Deutschland vertreten.
Andere Familien
Hier werden alle Arten gezeigt, die anderen, als den besonders behandelten 22 Familien zugeordnet werden können:
z.B. Baldachinspinnen, Kräuselspinnen, Zartspinnen, Spinnenfresser und andere.
Spinnentiere (Arachnida) (ohne Webspinnen)
Klasse
Ordnung

Wichtigstes Kennzeichen aller Spinnentiere sind die 4 Paar Laufbeine. Nur einige Milbenlarven haben zeitweise nur 3 Paar. Auf dieser Seite soll lediglich ein kleiner Einblick gegeben werden in die große Klasse der Spinnentiere (Arachnida)!

Eine Vollständigkeit kann nicht angestrebt werden! Die Webspinnen (Araneae), eine Ordnung der Spinnentiere werden auf dieser Seite behandelt. Ausgeklammert wird auch die Ordnung der Kapuzenspinnen (Ricinulei), da sie nur in den tropischen Wäldern Afrikas und Südamerikas leben. Ebenso wird nicht behandelt die Ordnung der Geißelskorpione, da diese Tiere, bis auf wenige eingeschleppte Arten aus der Gruppe der Zwerggeißelskorpione nicht bis Europa vordringen, sondern in den Tropen beheimatet sind.

 

Besprochen werden deswegen nur die, auf der rechten Hälfte dieser Seite aufgeführten sieben Ordnungen der Spinnentiere. Auch hier wird wegen der enormen Artenfülle nur eine exemplarische Auswahl möglich sein! Zudem sind sehr viele Arten an Hand eines Fotos nicht zu bestimmen!

Milben und Zecken
Die Beschäftigung mit dieser Ordnung ist eine eigenständige und umfassende Wissenschaft! Die wenigsten Milben sind mittels Foto bestimmbar. Weltweit finden wir rund eine halbe Million dieser Spinnentiere. Sie kommen in den meisten Lebensräumen vor . Die bei uns Makrofotografen wohl bekanntesten Milbenvertreter dürften die Zecken sein. Behandelt werden hier nur die bekanntesten Arten.
Geißelspinnen (Amblypygi)
Geißelspinnen
Die Tiere haben ein sehr skurriles Aussehen und erreichen eine Körpergröße von bis zu 45 mm. 136 Arten können weltweit beschrieben werden, fast alle leben in den Tropen. Nur 2 Arten erreichen das Mittelmeergebiet, eine Art kommt auch in Griechenland vor. Nur diese beiden Arten sollen hier (wenn möglich) vorgestellt werden!
Weberknechte
Die Opiliones ähneln optisch den Webspinnen, besitzen aber kein Spinnvermögen. Weltweit ist die Gruppe, die den Milben sehr nahe steht, mit ungefähr 4000 Arten vertreten. In Deutschland (und nur Vertreter aus diesem Gebiet werden hier berücksichtigt) leben 47 Arten aus 5 Familien.
Taster – oder Palpenläufer
Diese winzig kleinen (2-3 mm) Arachniden erinnern im Aussehen am ehesten an Geißelskorpione, sind aber farblos und haben keine Augen. (Alle europäischen Arten leben subterran) Weltweit gibt es ca. 80 Arten, in Europa sind es 27 Arten. In Deutschland sind sie nicht heimisch, aber 4 Arten kann man in Österreich finden. (Hier wäre anzustreben einen Vertreter dieser heimlichen Tiere zu zeigen!)
Pseudoskorpione
Die Tiere ähneln den echten Skorpionen, allerdings fehlt ihnen der "Schwanz" und die Giftblase ihrer "großen Vettern" "Pseudoskorpione / Afterskorpione" Sehr kleine Tiere, die mit rund 3000 Arten weltweit vertreten sind. 100 Arten erreichen Mitteleuropa, 46 Arten aus 8 Familien sind auch in Deutschland beheimatet. (Auch hier wäre die Vorstellung wenigstens eines oder einiger Beispiele wünschenswert!)
Skorpione
Sehr bekannte, ob ihres Giftes oft gefürchtete Arachnidengruppe! Weltweit rund 1400 Arten, die meisten leben in den Tropen oder Suptropen, meist in Regenwäldern aber auch in Wüstengebieten. In Mitteleuropa sind 5 Arten aus der Gattung Euscorpius bekannt, in den Mittelmeerländern sind noch einige weitere Arten anzutreffen. Hier werden alle Arten aus Süd –und Mitteleuropas aufgenommen.
Walzenspinnen
Die exotisch anmutenden Tiere leben vorwiegend in den ariden Zonen Asiens, Afrikas und Amerikas. Weltweit sind sie mit 900 Arten vertreten, 18 Arten können auch in steppenartigen Gebieten Europas angetroffen werden. Angestrebt wird hier, einige typische Vertreter aus den Urlaubsländern vorzustellen!
 
Quellenverzeichnis

Unsere Artenbeschreibungen stützen sich auf folgende Informationsquellen:

Bücher:

  • Der Kosmos Spinnenführer: Über 400 Arten Europas von Heiko Bellmann von Kosmos (Franckh-Kosmos) (9. April 2010)
  • Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Und Süßwasserkrebse, Asseln, Tausendfüßer von Heiko Bellmann von Kosmos (Franckh-Kosmos) (2001)
  • Der Kosmos - Spinnenführer. Über 350 mitteleuropäische Spinnenarten in Farbe von Dick Jones von Franckh-Kosmos (1990)